O' CLEAROMAT®

Technik für eine Zweikomponentenflockung in großen Gewässern

Zur Verbesserung der Wasserbeschaffenheit und Verhinderung von Algenmassenentwicklungen in eutrophen oder polytrophen Gewässern ist die Eliminierung der gelösten und partikulär gebundenen Nährstoffe aus dem Freiwasserraum erforderlich. Das kann durch die Unterbindung des Inputes von Nährstoffen durch Sanierung des Einzugsgebiets, durch Sedimententfernung durch Unterbindung der Rücklösung von Nährstoffen aus dem Sediment oder durch Fällen/Flocken der Nährstoffe aus der Freiwasserzone geschehen.

Bisher wurde vor allem aus ausbringungstechnischen Gründen meist nur ein Fällungsmittel zum Einsatz gebracht. Bevorzugt sind dabei Eisen-III-chlorid, Eisen-III-sulfat und Aluminiumsulfat, vereinzelt wurde auch Polyaluminiumchlorid eingesetzt.

Durch das Einbringen von zwei Komponenten (Flockungs- und Flockungshilfsmittel) können bei geringeren Dosen teilweise erheblich bessere Effekte erreicht werden. Mit dieser Zielstellung wurde auf der Grundlage eines Weltpatentes zum Verfahren der O'Clear®-Behandlung der O'CLEAROMAT® entwickelt und 1998 zum Patent angemeldet. Mit dem O'CLEAROMATEN® können 2 unterschiedliche Chemikalien in einem zeitlichen Abstand von 0,5 - 1,5 Minuten so in die Freiwasserzone eingearbeitet werden, daß sie miteinander große Flocken bilden. Das Gerät ist so konstruiert, daß es eine flächen- und volumenbezogene Dosierung mit einer Dosiergenauigkeit von ca. 85 - 90 % ausführen kann.

O'Clearomat®Bei dem O'Clear®-Verfahren werden ein mit speziellen Methoden aufgemahlener Coccolithenkalk und ein Polyaluminiumhydroxychlorid in vorhydrolisierter Form nacheinander in das Gewässer eingebracht und unter Energieeintrag miteinander vermischt.  Zwischen diesen beiden Komponenten kommt es zur Bildung großer Flocken, an denen auf ihrem Sinkweg Phosphate, Algen und Spurenelemente adsorbiert, zur Sedimentation gebracht und somit dem Wasserkörper entzogen werden. Dies führt zu einer Nährstoff- und Biomasseelimination, was sich zunächst in einer Erhöhung der Lichtdurchlässigkeit der Freiwasserzone zeigt.

In der Folge verschiebt sich aufgrund des veränderten N/P - Verhältnisses das Artenspektrum des Phytoplanktons. Unerwünschte Blaualgen (Mikrocystis) können so wirkungsvoll unterdrückt werden.

Langfristig wird auf diese Weise die Grundlage für eine Makrophytenbesiedlung sowie eine größere Artenvielfalt im Gewässer geschaffen. Die abgesunkenen Flocken bilden auf der Sedimentoberfläche eine gasdurchlässige Membran.
Das Kalk- Kohlensäure- Gleichgewicht wird durch dieses Verfahren nicht beansprucht, sondern es kommt mit Hilfe der puffernden Eigenschaften des Coccolithenkalks auch an der Sediment- Wasser- Kontaktzone zu einer Stabilisierung des pH - Wertes im neutralen Milieu.
 

 

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